Myanmar kulinarisch

Küche zwischen Indien und Südostasien

Myanmar /Birma, dem wohl schönsten und geheimnisvollsten Land Südostasiens, ist die Bevölkerung außerordentlich bunt gemischt. Ca. 135 ethnische Gruppen sorgen auch kulinarisch für eine große Vielfalt. Im 19. Jahrhundert fiel Birma nach mehreren Kriegen unter britische Herrschaft. Der letzte König von Birma wurde mit seiner Familie durch die britische Besatzung ins Exil nach Indien geschickt und Birma wurde Teil von Britisch-Indien. Nach dem 2. Weltkrieg wurde das Land 1945 erneut von den Briten besetzt und 1948 in die Unabhängigkeit entlassen. Nicht verwunderlich ist dadurch ein starker Einfluss der indischen auf die birmanische Küche. Das ist aber eher die oberflächliche Folge des Kolonialismus. Seit altersher zur Landeskultur gehören vielmehr die goldenen Pagoden, die safranfarbenen Roben der Mönche und tiefe Wurzeln in der buddhistischen Philosophie. Das sind eindeutig Teile des selben kulturellen Erbes, das auch in Laos, Thailand und Kambodscha zu Hause ist. So haben Einwanderer vom Stamm der Mon kambodschanische Elemente ins Land gebracht. Von den Chinesen wurde der Gebrauch des Wok übernommen und aus Thailand kommen die feurigen Gewürze und Chilies. Dieser Eindruck verstärkt sich noch, wenn man die Lebensmittel auf den Märkten betrachtet. Hier ist man sofort wieder in der Welt Südostasiens: Zitronengras, fermentierter Fisch und rote Garnelenpaste, Koriander, Ingwer und Kurkuma

Reis ist auch in Myanmar wie überall in Asien das Grundnahrungsmittel schlechthin. In der Landwirtschaft gibt es eine deutliche Zweiteilung zwischen Norden und Süden.  Unterbirma, der Süden, liegt am Meer und an den Flussdeltas, hat reichlich Niederschläge und natürliche Bewässerung. Der Reis wird im Juni ausgesät und im Dezember geerntet. Eine Ernte im Jahr reicht.

Alle Reissorten gedeihen ausschließlich in den niedrig gelegenen Gegenden. Die Bergstämme in Oberbirma haben es aufgrund von stark schwankenden Niederschlägen und wenig fruchtbaren Böden sehr viel schwerer. Mais Erbsen und Bohnen werden dort in Verbindung mit Wildfleisch und Wildgemüsen bevorzugt.

In Zentralburma, in der Gegend um Mandalay, versucht man auf begrenztem Anbauflächen dem Boden 3 Ernten im Jahr abzuringen. Um ihn nicht auszulaugen findet Fruchtwechsel statt. Von Reis zu Hirse oder zu Mais und Bohnen. Die Bauern düngen hier auch z.T.künstlich und pflügen ihre Felder mit Büffelgespannen um.

Sie nennen das: „den Boden kitzeln, um ihn zum Lachen zu bringen“

Eine Antwort to “Myanmar kulinarisch”

  1. Guten Tag. Vielen Dank für die tollen Hinweise und Tipps. Echt super Blogbeitrag! Zu der Sache habe ich jetzt schon viele nützliche Anregungen gefunden. Viele Grüße, Klothilde Krebs

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