Betelpfeffer und Betelnüsse

Der Betelpfeffer stammt ursprünglich aus Malaysia, ist eine immergrüne mehrjährige Pflanze aus der Gattung der Pfeffergewächse und wird heute in Südostasien in Plantagen für den Eigenbedarf oder für nahe gelegene Märkte kultiviert.

Betelpfeffer wird nur wegen seiner Blätter angebaut. Sie enthalten ätherisches Öl u.a. mit dem belebenden Eugenol, sind leicht scharf und haben einen prickelnden Geschmack. Betelblätter werden als stimulierendes Mittel und Antiseptikum verwendet. In verschiedenen südostasiatischen Ländern findet Betelpfeffer als Heilmittel gegen Kopfschmerzen, Zahnschmerzen, oder bei Verdauungsschwierigkeiten Verwendung. Es soll auch als Aphrodisiakum wirken.

Der Transport der Blätter ist nur über kurze Strecken möglich, da sie sehr schnell welken. Man findet sie in Myanmar auf allen Märkten in großen Mengen.

Außer als Heilpflanze dienen die Blätter auch als Munderfrischer in Form des sogenannten Betelbissens.

Dazu werden die Betelblätter mit gelöschtem Kalk bestrichenen und mit kleingehackten unreifen Betelnüssen, den Früchten der Betelpalme, gefüllt.

Wegen des bitteren Geschmacks werden  Gewürze wie Kardamom, Anis, Koriandersamen, Pfefferminze etc. hinzugegeben. Das Betelkauen wird seit Jahrtausenden praktiziert, in Ostafrika und Asien von derzeit etwa 450 Mio. Menschen.

Der gelöschte Kalk bewirkt, dass die in den Nüssen gespeicherten Wirkstoffe freigesetzt werden, greift aber auch das Zahnfleisch an. Die Wirkstoffe werden nach dem Kauen im Mund direkt resorbiert, was eine aufputschende Wirkung hat. Durch eine  Alkalisierung bilden sich Phlobatannine, welche den Speichel rot färben. Daher fand dies in Asien auch zum Färben der Lippen Verwendung. Die Böden dort sind übersäht mit roten ausgespuckten Resten.

Man sagt, es sei auch ein Schönheitsideal. Darüber kann man aber wohl geteilter Meinung sein.

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