Wo der Pfeffer wächst

Pfeffer wurde ursprünglich in Indien angebaut, ab dem späten Mittelalter auch in Südostasien – zunächst in Thailand, später vor allem in Indonesien („Gewürzinseln“). Von dort wurden aber hauptsächlich der chinesische und der einheimische Markt bedient. Erst im 17. Jahrhundert gelangte Pfeffer von dort nach Europa. Um den Pfefferhandel gab es diverse bewaffnete Auseinandersetzungen und zeitweise wurde er sogar mit Gold aufgewogen.

In Myanmar findet man in jedem Garten Pfeffer für den Eigenbedarf und auf den Märkten Südostasiens ist er natürlich immer zu finden. Er wird in ca 3 Meter hohen Pfeffersträuchen kultiviert.

Grüner Pfeffer wird aus unreifen, früh geernteten Früchten gewonnen. Er unterscheidet sich vom schwarzen Pfeffer dadurch, dass er entweder frisch in Salzwasser eingelegt wird oder schnell und bei hohen Temperaturen getrocknet oder gefriergetrocknet wird. Daher behält er die ursprüngliche grüne Farbe.

Schwarzer Pfeffer wird ebenfalls aus den unreifen (grün) bis knapp vor der Reife (gelb-orange) stehenden, durch Trocknen runzlig und schwarz gewordenen Früchten gewonnen.

Weißer Pfeffer ist von der Schale befreiter vollreifer Pfeffer. Zu seiner Produktion werden die reifen roten Pfefferbeeren etwa acht bis vierzehn Tage in fließendem Wasser eingeweicht, so dass sich die Schale durch Fäulnis ablöst. Danach werden sie mechanisch geschält, getrocknet und teilweise in der Sonne gebleicht.

In meinem Haushalt gibt es konsequent 3 Pfeffersorten und nur die:

  • weißen Muntokpfeffer. Das ist mein Lieblingspfeffer. Er wird auf der indonesischen Insel Bangka südöstlich von Sumatra kultiviert und hat eine wunderbar angenehme aromatische Schärfe.  Benannt ist er nach dem Ausfuhrhafen und ich kaufe ihn beim Bummel zu meinem Lieblingsladen in Frankfurt. Verwendet wird er zum Würzen von Salaten, Gemüse, Fisch und Geflügel
  • schwarzen Tellicherrypfeffer (gibt’s auch im Lieblingsladen) . Er stammt von der indischen Malabarküste (Ausfuhrhafen Thalassery) und hat eine sehr intensive Schärfe, da er einen ausgiebigen Reifeprozess durchläuft und erst kurz vor dem Ausreifen geerntet wird. Sozusagen eine Pfefferspätlese.  Besonders geeignet ist er für dunkles Fleich oder wenn es einfach pfefferscharf sein soll.
  • grünen Pfeffer im Glas. Der wird vor allem verwendet wenn der Herr des Hauses sein göttliches Brot mit selbst angesetztem Sauerteig und Gewürzen nach den Wünschen der Dame des Hauses herstellt.

Selbstverständlich braucht so wunderbarer Pfeffer geeignetes Werkzeug. Schlecht funktionierende Küchengeräte landen bei mir immer sofort und ohne Umwege im Mülleimer. Deshalb ist Sparen hier nicht angesagt. Pfeffer wird mit Peugeot gemahlen! Die gibt’s in vielen Ausführungen und Größen (20cm ist eine gute Haushaltsgröße) auch im Lieblingsladen. Die schwarze Mühle hat eine sehr komfortable Einstellung für den Ausmahlungsgrad.

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