Peixe Espada oder Schwarzer Degenfisch

Es gibt ihn nur in Madeira. Er lebt in der Tiefsee, ist schwer zu fangen und schmeckt anders als er aussieht: der Espada oder Schwarze Degenfisch.

Der aalähnliche Fisch lebt normalerweise in bis zu 2000 Meter Tiefe im Nordatlantik und steigt nachts auf 1000 bis 200 Meter hoch. Das ist die Stunde der Fischer. Gezielt, mit traditionellen Langleinen, gefangen wird er nur in Madeira.

Kommt er an Bord der kleinen Fischerbote ist der ursprünglich mittelbraune Fisch durch den Druckunterschied schon tot, schwarz und hat hervorgequollene Augen. Man findet ihn auf allen Märkten, vor allem in der Markthalle in Funchal, täglich frisch.

Über seine natürlich Lebensweise ist wenig bekannt.

Zubereitet wird der Degenfisch, wie so vieles in Madeira, meist phantasielos, nämlich gegrillt: „Espada grelhado“ und serviert mit den anscheinend unvermeidlichen gekochten Kartoffeln ohne Salz, Bohnengemüse und Salat mit rohen Zwiebeln.

Das Espada-Nationalgericht Madeiras ist aber zum Glück ein wenig kreativer: „Espada grelhado com banana“ und wenn man Glück hat noch „com maracuja“, also mit Bananen überbacken und mit Maracujasoße. Der Fisch ist weich und schmeckt zart und zurückhaltend. Das passt gut zu der Süße der Bananen und der feinen Säure der Maracujas.
Man sollte einfach fragen ob man vielleicht Reis (mit Salz) dazu haben kann und keine Bohnen und keine rohen Zwiebeln. Dann kann sich der feine Fisch perfekt entfalten.

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