Apfelkuchen Feldversuch IX – der Nahöstliche

Die Situation:

1. Man hat mir zum Geburtstag wunschgemäß eine Quicheform geschenkt, natürlich das Luxusmodell – antihaftbeschichtet, schnittfest, stabil und haltbar bis ans Ende meiner Tage. Freu!

2. Ich fahre morgens mit dem Auto aus der Garage. Als ich halb auf der Strasse war, ging nichts mehr. Vorne Schneehaufen rechts und links und hinten blankes Eis. Klasse! Ich wecke um 6:15 den Liebsten und wir schieben das Auto zurück in die Garage. Heute werde ich Überstunden abfeiern. Ein geschenkter Tag. Freu!

3. Meine kreative Energie sucht jetzt ein Anwendungsfeld: ein Apfelkuchen! Einkaufen will ich natürlich nicht. Was mit dem Auto nicht geht, muss auch zu Fuß nicht sein. Also ein Apfelkuchen aus vorhandenen Zutaten, aber nicht einfach irgend einer.

Der Prozess:

Ich hatte mal von einem Mürbeteigboden mit Honig gehört. Also:

250 gr Mehl
125 gr Butter
125 gr Honig
1 Ei

Daraus soll man einen Mürbeteig kneten oder rühren oder irgendetwas dazwischen. Jedenfalls ist der Teig sehr klebrig. Nach einer Kühlungszeit gelingt es, die Form damit auszulegen.

3 Äpfel
schälen sehr fein schnippeln.
Dann brauchen sie Pfiff. Also:

2 EL Cognac
1 EL Karamelsirup (gibt es dort wo es Barzutaten gibt)
unterrühren, ein wenig durchziehen lassen und die Äpfel auf dem Teig verteilen.

War das alles? Nein:

125 gr Butter
50 gr Zucker
2 EL Wasser
1/2 TL Vanillepulver oder 1 Päck. Vanillezucker

in einem Topf aufkochen und

100 gr gehackte Haselnüsse
100 gr gehackte Mandeln
unterrühren.
Die Masse gleichmäßig über die Äpfel streichen.

Bei 160 Grad 45 Minuten backen.

Das Ergebnis:

Die Kreation ist üppig, süß und seeehr lecker, eine Kombination aus zartestem Mürbeteig, aus dem man den Honig deutlich herausschmeckt und knackigen Haselnüssen.  Sie verträgt keine Sahne und eignet sich sehr gut zu herbem Tee oder starkem Kaffee. Mich erinnert sie an die wunderbaren Süßigkeiten des Nahen  Ostens. Baklava im hessischen Schneechaos!

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