Congrio und Curanto

Wer in Zentralchile über Märkte schlendert kommt an Curanto nicht vorbei. Ursprünglich von der Insel Chiloe kommend, wird er heutzutage auch auf dem Festland als „fast food“ im Vorbeigehen angeboten. Der Eintopf enthält Muscheln, Kartoffeln, Gemüsezwiebeln, Würstchen, Schweinefleisch, Huhn und Gewürze, in ländlichen Gegenden auch viel Gemüse. Traditionell werden die Zutaten in einem Erdloch mit heißen Steinen aufeinander geschichtet, mit Nalcablättern und Plastikfolie abgedeckt und mehrere Stunden vor sich hin geköchelt.

Bei mir löste bereits der Anblick ein spontanes Sättigungsgefühl aus.

Nicht so der Gedanke an Congrio, der sich auf jeder Speisekarte findet und für Fischliebhaber wirklich ein Genuss ist.  Die chilenische Küche kennt keine Verzierungen und Firlefanz. Sie soll einfach satt machen.  Auf dem Teller herrschen immer „klare Verhältnisse“. Umso entscheidender ist die Qualität der Lebensmittel. Und der Fisch ist in der Gegend um Puerto Montt wirklich exzellent.
Congrio ist ein Seeaal, den es auf den Fischmärkten immer frisch zu kaufen gibt. Nicht umsonst hat Pablo Neruda in der „Oda al Caldillo de Congrio“ eine Hymne an diesen Fisch geschrieben.

Er schmeckt deutlich besser als er aussieht.

Er wird einfach gebraten oder, noch besser, gegrillt und mit Pfeffer und Salz gewürzt. Ein bisschen Limonensaft darüber. Fertig! Dazu gibt es Kartoffeln. Fertig!

Eine Antwort to “Congrio und Curanto”

  1. Wirklich beeindruckend, welche tollen Fotos du vom Fischmarkt in Angelmó mitgebracht hast. Zum Curanto gehoeren noch Milcao und Chapalele. Ist halt ein etwas deftiges Gericht.
    LG
    Arvid

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