Kulinarik in Kuba

Kuba und Kulinarik gehören ungefähr so zusammen wie eine Kuh und die Atomphysik. Es gab zwar immer viel zu Essen, oft so viel, dass es schon unmoralisch war und sich die Tische förmlich bogen. Diese üppigen Menüs für Touristen standen unter dem Motto “Wir gehen authentisch bei einer Familie essen”. Das kommt bei Fremden immer sehr gut an. Suggeriert es doch das wahre Kennenlernen zumindest der Tischkultur. Das war in dem Fall nicht ganz falsch. Ich hatte ganz stark den Eindruck, dass wir mit den nicht ganz preiswerten Besuchen ganze Familienklans verköstigt haben. Das wäre toll. Wir hätten dann nämlich ein gutes Werk getan, als wir das meiste stehen ließen. Die Kubaner haben aber bestimmt irgendwo riesige Vorräte an Salz, Pfeffer, Kräutern und vielleicht Chili, die viel zu wertvoll sind, um sie den Touristen zu spendieren und sie würzen damit kräftig nach. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass man solch sozialistische Einheitsmenüs immer essen kann. Wirklich grausam.

Weniger grausam sind die Cocktails davor, dazu und danach.

Cocktails gibt es eigentlich überall, manchmal sogar ganz Großartige. So kann ich mir nur einen Grund vorstellen, warum jemand Felswände so bemalt wie im Viñales Tal: Die sensationell leckere Piña Colada in der Bar nebenan! Die „kulturelle Besonderheit“ dient wohl nur als Lockvogel für Ausflügler. Touristen radeln in sengender Sonne mit superschweren Drahteseln dorthin, um sich staunend zu fragen „was tue ich hier?“ Nach der ersten Piña Colada ist die Frage beantwortet, nach der 2. sieht das Gemälde schon besser aus und nach der 3. will man gleich selber mitmalen.

Am Rum wird nicht gespart…… Nirgends auf Kuba.

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Vinales

In Trinidad muss man sich kein Gemälde antun. Man geht einfach in die Canchanchara Bar und trinkt den gleichnamigen Cocktail, untermalt von leidenschaftlicher kubanischer Musik. Seeehr inspirierend!

Canchanchara in Trinidad

in Trinidad

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6 cl Rum, kubanischer Añejo-Rum
3 cl Limettensaft, frisch gepreßt
2 cl Honig,
Wasser zum Auffüllen
Eiswürfel

Rum, Honig, Saft in den Shaker, gut shaken, in ein Glas mit dem Eis geben, mit Wasser auffüllen.

Bars wachsen anscheinend in Kuba auch ganz einfach aus der Erde. Wenn man Wandern geht, trifft man oft nur wenige Menschen. Man kommt am Ziel an, setzt sich kurz und ehe man sich versieht gibt es wie aus dem Nichts…. Cocktails.

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