Pisco oder „der fliegende Vogel“

In Chile gibt es immer, überall, vor jedem Essen und zu jeder Gelegenheit Pisco, und am liebsten Pisco Sour.
Eigentlich streiten sich die Gemüter wer ihn als Erster hatte, Chile oder Peru. Alles deutet auf Peru hin. Das soll aber in Chile keine Rolle spielen. Es ist jedenfalls ein wunderbares Getränk, wenngleich es große Unterschiede gibt. Als reiner Traubenbrand wird er nur aus bestimmten Traubensorten hergestellt. Das sind in Chile vor allem die Sorten Muscat d’Alexandrie, Pedro Ximenez, Moscatel Rosada, Torrontes Riojano und Torronte Sanjuanino.
Aufgrund einer besonderen geografischen Lage und feinstem Quellwasser aus den Anden zur Bewässerung der Reben, wurde im Jahr 1931 die Gegend zwischen Copiapó und Illapel, etwa 500 km nördlich von Santiago, als Ursprungsgebiet für den chilenischen Pisco bestimmt. Die Produktion ist auf dieses Gebiet begrenzt.

Die verschiedenen Arten von Pisco unterscheiden sich durch ihren Alkoholgehalt und heißen dann Especial, Reservado und Gran Pisco. Man kann die Qualität auch an der Farbe erkennen, je dunkler, desto besser.

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Chilenisches Meeresgetier

Wer keine Meeresfrüchte mag, hat in Zentralchile wirklich das Beste verpasst. Ich mag sie und bin in Deutschland immer ein bisschen enttäuscht von der Qualität. Nicht so im fernen Südamerika, aber bei mehreren Tausend Kilometer Küstenlinie ist es ja auch kein Wunder, dass dort die Früchte des Meeres zu den Spezialitäten gehören. Man kann sich schon beim Anflug auf Puerto Montt vorstellen, wie in den nächsten Tagen der Speiseplan aussehen wird.

Wenn sich das komplette Angebot so verführerisch darstellt, neige ich leider zu einer gewissen Entscheidungsschwäche. Ich bestelle dann im Restaurant immer gerne „Variationen von….“. In diesem Fall war das der Jackpot und ich hatte ALLES, einschließlich der gierigen Augen und der neidischen Kommentare  meiner Mitreisenden.

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Congrio und Curanto

Wer in Zentralchile über Märkte schlendert kommt an Curanto nicht vorbei. Ursprünglich von der Insel Chiloe kommend, wird er heutzutage auch auf dem Festland als „fast food“ im Vorbeigehen angeboten. Der Eintopf enthält Muscheln, Kartoffeln, Gemüsezwiebeln, Würstchen, Schweinefleisch, Huhn und Gewürze, in ländlichen Gegenden auch viel Gemüse. Traditionell werden die Zutaten in einem Erdloch mit heißen Steinen aufeinander geschichtet, mit Nalcablättern und Plastikfolie abgedeckt und mehrere Stunden vor sich hin geköchelt.

Bei mir löste bereits der Anblick ein spontanes Sättigungsgefühl aus.

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